bienenprodukte

Die Honigbiene produziert viel mehr als «nur» Honig (welchen wir natürlich sehr schätzen!). Dazu gesellen sich fünf weitere Produkte, die auch wir Menschen in unterschiedlicher Weise nutzen. Nachfolgend die Bedeutung der Bienenprodukte aus Sicht der Bienen.

Honig

Die Bienen suchen Nektar in Blüten und auch Honigtau an Bäumen. Daraus machen sie Honig. Da Nektar einen hohen Wasseranteil aufweist, ist er nicht haltbar und würde bald zu gären beginnen. Die Arbeiterinnen machen Honig aus konzentriertem Nektar, indem sie diesem Wasser entziehen und wichtige Enzyme hinzufügen.

Pollen

Pollen ist der Eiweisslieferant sowohl für die adulten Bienen, als auch und vor allem für die Bienenlarven. Er ist die einzige Quelle für Proteine, Aminosäuren, Fette und weitere lebenswichtige Stoffe. Die Entwicklung der Futtersaft- und Wachsdrüsen in Jungbienen und der Aufbau des Fettkörpers der Winterbienen hängt entscheidend von einer guten Pollenversorgung ab.

Wachs

Jungbienen produzieren Bienenwachs mit ihren Wachsdrüsen, wenn sie zwischen 12 und 18 Tage alt sind. In der Funktion als Baubienen sorgen sie für den Aufbau der Waben. Die Wachsproduktion ist aber stark abhängig vom Pollen- und Nektarangebot ausserhalb des Stocks. Wenn dieses Angebot nicht vorhanden ist, stellen die Bienen ihre Bautätigkeit ein.

Gelée royale

Ein königlicher Futtersaft! Mit diesem Stoff werden die Larven der Königinnen gefüttert. Tatsächlich ist dieses Gelée royale dafür verantwortlich, dass aus einer frisch geschlüpften weiblichen Bienenlarve auch tatsächlich eine Königin entsteht. Gelée royale enthält mehr Aminosäuren, Vitamine und Nukleotide als Futtersäfte für Arbeiterinnen oder Drohnen. Für deren Produktion benötigen die Bienen ein gutes Pollenangebot.

Gift

Die Bienen produzieren das Bienengift in speziellen Drüsen ihres Stechapparats. Die Giftproduktion beginnt bei drei Tage alten Bienen und erreicht ihren Höhepunkt bei zwei bis drei Wochen alten Arbeiterinnen. Selbstredend nutzen die Bienen das Gift für die Verteidigung gegen Eindringlinge in ihren Stock. Übrigens: Nur ein Stich gegen ein Säugetier mit seiner weichen, elastischen Haut bedeutet den Tod für die Biene. Bei der Verteidigung gegen andere Insekten entsteht ein kleines Loch im Panzer des Angreifers und die Biene kann den mit Widerhaken besetzten Stachel gefahrlos herausziehen.

Propolis

Ein natürliches Antibiotikum der Honigbiene! Bei warmen Temperaturen sammeln Arbeiterinnen Pflanzenharze und reichern diese mit Flavonoiden und Polyphenolen an. Diese Propolis wird dann genutzt, um die Behausung damit «auszukleiden» oder Ritzen auszufüllen, und schützt zudem die Bienen sowie deren Vorräte (insbesondere Pollen) vor Bakterien oder Pilzen.