Die bienen

Vielleicht kommt Ihnen beim Stichwort „Biene“ als erstes die Honigbiene mit ihrem Honig in den Sinn? Neben dieser kulinarischen Meisterleistung sind Honigbienen zusammen mit anderen Insekten unverzichtbar für die Bestäubung vieler Pflanzen und haben für uns Menschen mit ihren Produkten auch sonst so einiges zu bieten.

Tatsächlich ist die Honigbiene aber nur 1 von über 600 Bienenarten in der Schweiz. Es gibt Wildbienen, die kaum grösser als ein Reiskorn sind, metallisch glänzende, besonders flauschige wie die Hummeln, oder imposante Brummer wie die blau-schwarzen Holzbienen – und viele mehr. Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Bestäubung vieler Nutz- und Wildpflanzen und sind auf den Erhalt ihrer Lebensräume angewiesen, denn fast 50% der heimischen Wildbienenarten sind gefährdet.

MYTHOS BIENEN

Zum Faktencheck

Alarmierender Zustand

Die Situation der Insekten ist besonders besorgniserregend: Auf globaler Ebene nimmt die Anzahl und Vielfalt sehr vieler Arten ab! Oftmals gelten über 40 Prozent der Arten als bedroht. Vor allem in hoch-industrialisierten Regionen wie Europa zeichnet sich seit Jahrzehnten ein Abwärtstrend ab. Auf die Schweiz bezogen, sieht die Situation für Wildbienen noch dramatischer aus: Von den über 627 Arten sind über 45% bestandsgefährdet. Fast 10% oder 57 Arten gelten sogar bereits als ausgestorben.

Weshalb Bienen so wichtig sind

Bienen sind für uns und unsere Umwelt enorm wichtig. Ohne sie gäbe es viele Kultur- und Wildpflanzen nicht mehr oder sie müssten mühsam von Hand bestäubt werden – ein unmögliches und kostspieliges Unterfangen. Umso wichtiger ist deren Schutz.

Herausforderungen für die Bienen

Wildbienen sind auch in der Schweiz arg bedroht. Honigbienen sind zwar anzahlmässig nicht bedroht, aber auch sie leiden unter übermässigem Pestizideinsatz und schwindendem Blütenangebot. Wo liegen die grössten Herausforderungen für diese fleissigen Tiere?

Honigbiene

Wer kennt sie nicht, die Bienenhäuschen oder freistehenden Holzkästen, in denen die Honigbienen wohnen? Diese Bienen leben in der Obhut der Imkerinnen und Imker, welche viel Zeit investieren, damit es ihnen gut geht.

Im Gegensatz zur Mehrheit der Wildbienen lebt die Honigbiene sozial in einem Volk. Dieses besteht je nach Jahreszeit zwischen rund 10’000 und 40’000 Individuen. Da die Honigbienen als Volk überwintern, sind sie gezwungen, Vorräte anzulegen, welche sie in Form von Honig, aber auch von Pollen, in ihren Waben einlagern.

Wildbienen

Mit über 600 verschiedenen Arten begeistern die Wildbienen durch ihre ausserordentliche Vielfalt an Farben, Grössen und Verhaltensweisen. Bei einem Besuch einer artenreichen Wiese denkt der/die Beobachtende vielleicht gar nicht, dass die gesichtete Biene eine Wildbiene sein könnte. Es gibt sehr kleine Arten mit einer Körpergrösse von lediglich 3-4 Millimetern bis hin zur grössten Wildbienenart, der Schwarzblauen Holzbiene, mit stattlichen knapp 3 cm Körpergrösse. Ihre Lebensweise ist äusserst vielfältig: So sammeln einige Bienen den Pollen mit der Körperunterseite (Bauchsammlerinnen), andere wiederum transportieren die Eiweissversorgung für die Nachkommen ähnlich wie die Honigbiene mit den hinteren Beinpaaren. Zudem gibt es sogenannte Schlucksammlerinnen, die den Pollen schlucken und zusammen mit dem Nektar wieder auswürgen. Anders als Honigbienen, nisten die meisten Wildbienenarten im Boden. Andere wiederum nisten in Totholz, in Pflanzenstängeln oder in Steilwänden.

Bienenprodukte

Die Honigbiene produziert eine Reihe von „Produkten“, die auch für den Menschen spannend sind und genutzt werden! Auf diesen Seiten erfahren Sie mehr dazu.