Imkerei

Die Inhalte in diesem Bereich richten sich vor allem an Imkerinnen und Imker. Die Gesundheit der Honigbienen steht hier an erster Stelle. Durch die tägliche Arbeit mit den Bienenvölkern stellt die Imkerschaft sicher, dass es den Honigbienenvölkern gut geht.

Wichtige Themen für Imkerinnen und Imker

Bienengesundheit
und Imkerpraxis
Betriebskonzept
und Merkblätter
Vermehrung
und Zucht
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Bildung
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Was heisst Imkern?

Imkern ist die Haltung und Pflege von Honigbienen durch den Menschen. Sie verbindet traditionelles Handwerk mit fundiertem Fachwissen und einem verantwortungsvollen Umgang mit der Natur. Im Zentrum der Imkerei steht die Gesundheit der Bienenvölker. Imkerinnen und Imker begleiten ihre Bienen das ganze Jahr über, beobachten ihre Entwicklung und sorgen dafür, dass sie sich optimal entfalten können. Eine gute imkerliche Praxis trägt entscheidend dazu bei, dass die Bienen widerstandsfähig gegenüber Krankheiten und Umwelteinflüssen bleiben und hochwertige Bienenprodukte entstehen. 

Mehr als Honig

Oft wird Imkern mit der Honigproduktion verbunden – doch sie umfasst weit mehr. Bienen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Bestäubung von Nutz- und Wildpflanzen und sind damit ein zentraler Bestandteil unseres Ökosystems. Die Arbeit in der Imkerei bedeutet daher auch, Verantwortung für die Umwelt zu übernehmen und die natürlichen Lebensbedingungen der Bienen zu fördern.

Wissen, Erfahrung und Verantwortung

Die Haltung von Bienen erfordert fundiertes Wissen und kontinuierliches Lernen. Die Imkerei entwickelt sich stetig weiter, da neue Erkenntnisse über Bienengesundheit, Umwelt und nachhaltige Bewirtschaftung gewonnen werden. Ein durchdachtes Betriebskonzept und eine an den Jahreszyklus angepasste Arbeitsweise helfen dabei, die Bedürfnisse des Bienenvolkes zu verstehen und richtig zu handeln. 

Pflichten als Imkerin/Imker

Wer Bienen hält, übernimmt Pflichten betreffend Tierhaltung und Lebensmittelproduktion. Da Bienen über weite Dis­tanzen fliegen, können Krankheiten weiträumig verbreitet ­ werden. Bienenvölker sind laut den gesetzlichen Vorgaben beim zuständigen kantonalen Amt zu registrieren. Die ­Produktion von Honig untersteht der Lebensmittelgesetz­gebung.

Imkerei heute

Die Imkerei bietet einen faszinierenden Einblick in das Leben eines hochorganisierten Bienenstaates. Gleichzeitig trägt sie aktiv zum Erhalt der Biodiversität und zur Sicherung unserer Nahrungsgrundlagen bei. Moderne Imkerei bedeutet daher: Bienen verstehen, verantwortungsvoll handeln und Natur aktiv mitgestalten. Mit der Stiftung für die Bienen setzt sich BienenSchweiz genau dafür ein.

Was heisst es, selber Bienen zu halten?

Durch viele Medienberichte und Filme sind die Bienen und die Bienenhaltung in den letzten Jahren sehr populär geworden. Einerseits ist das erfreulich. Andererseits hat das auch dazu geführt, dass vermehrt Leute in die Imkerei einsteigen, die nach kurzer Zeit dieses Hobby wieder aufgeben müssen, da sie die Voraussetzungen nicht erfüllen können. Der häufigste Grund ist die fehlende Zeit. Der grösste Zeitaufwand für die Pflege der Völker fällt in die Monate April bis August. Die Arbeiten müssen genau dann durchgeführt werden, wenn die Entwicklung der Bienen­völker dies erfordern. Während der Saison sind keine ­längeren Ferien möglich.

Was muss ich mitbringen?

Die Bienenhaltung unter schweizerischen Bedingungen ist als Hobby anzusehen. Vor allem zu Beginn muss viel Zeit und auch Geld investiert werden. Der Ertrag aus dem Honigverkauf vermag die Kosten nicht zu decken. Die Ernte von Bienenprodukten ist sekundär. Mindestens ebenso wichtig für eine Imkerin oder einen Imker sind die Nähe zur Natur und das Interesse, sich mit den vielfältigen und spannenden Zusammenhängen auseinanderzusetzen. Wer sich ernsthaft für die Bienenhaltung interessiert, besucht einen zweijährigen Grundkurs. Der Lernprozess ist danach aber noch lange nicht abgeschlossen.

Zeitaufwand pro Jahr

Beispiel: Start mit 6 Völkern

  1. Besuch des Grundkurses in einem Imkerverein:
    18 Halbtage verteilt auf zwei Jahre (36 Stunden)
  2. Selbststudium zum Grundkurs: 20 Stunden
  3. Betreuung der Völker (pro Volk 15 Stunden): 90 Stunden
  4. Allgemeine Arbeiten wie Honigschleudern: 30 Stunden
  5. Vereinsanlässe und Weiterbildung: 20 Stunden
  6. Total für 6 Völker (pro Jahr): 200 Stunden

Investitionskosten

  1. Grundkurs 950 bis 1200 CHF
  2. Pro Beute inkl. Waben und Rahmen 250 bis 400 CHF
  3. Ausrüstung 1000 CHF
  4. Schleuder, Honiggeschirr 2500 CHF
  5. Total für 6 Völker ca. 7000 CHF

Siegelimkerei

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