Um den negativen Einfluss der Asiatischen Hornisse möglichst tief zu halten, ist neben den technischen Schutzmassnahmen, wie dem gittergeschützten Flugloch und dem Fluglochschieber mit Höhenbegrenzung, in erster Linie die Gesundheit und Vitalität der Bienenvölker entscheidend.
Gesunde und starke Völker halten den Angriffen der Hornisse eher stand und verkraften auch den Verlust an erbeuteten Bienen besser. Ein funktionierender Ansatz ist das Imkern nach BGD-Betriebskonzept. Dieses schafft die Basis für eine gute Bienengesundheit, unter anderem mit geringer Milben- und Virenlast. Früh im Jahr gebildete Jungvölker legen solide Futterreserven an und reduzieren die Varroa in den Stammvölkern. Eine gute Versorgung mit Futter und Pollen zum Zeitpunkt der Angriffe durch die Asiatische Hornisse ist wichtig. Sie attackiert oft Völker, bei denen etwas nicht in Ordnung ist. Beflogene Völker sollten auf Stärke, Gesundheit und Futterversorgung kontrolliert werden.
Kleine Einheiten wie Begattungskästchen sind besonders gefährdet. In Gebieten mit starker Präsenz der Asiatische Hornisse, sind Königinnen nach Möglichkeit früh zu verwerten oder in grösseren Einheiten zu halten.
Sichtungen von Asiatischen Hornissen sind auf der Plattform www.asiatischehornisse.ch zu melden. Nur so werden die zuständigen kantonalen Stellen informiert und können reagieren. Die Nestsuche und -entfernung ist nach wie vor die wirksamste Methode, Bienenstände zu schützen. Eine Beteiligung der Imkerschaft an der Suche liegt im eigenen Interesse und gehört zur guten Imkerpraxis.
Das Aufstellen von Fallen schützt die Bienen erwiesenermassen nicht und schädigt die Artenvielfalt. Auf den Gebrauch von Fallen ist zu verzichten.
Wichtige BGD-Merkblätter und Zusatzinformationen: