Royale Brummer: Hummelköniginnen
Zu den ersten Gartenbesucherinnen im neuen Jahr gehören die Hummelköniginnen. Anders als Honigbienen, bei denen das ganze Volk inklusive Königin überwintert, überleben bei den Hummelvölkern nur die begatteten Jungköniginnen. Manche von ihnen überwintern geschützt im Laub, im durchlässigen Boden oder auch in Komposthaufen. Auch wenn es mal frostig wird, passiert ihnen dort nichts. Das Glycerol in ihrem Körper dient quasi als Frostschutzmittel, sodass ihre Körperflüssigkeiten nicht einfrieren. Sobald die Bodentemperaturen steigen, machen sich die Hoheiten auf die Suche nach einem möglichen Nistplatz: Erdhummeln beispielsweise mögen verlassene Mäusenester, Baumhummeln bevorzugen eher die luftige Höhe und beziehen Baumhöhlen. Wiesenhummeln nisten unter Gras- oder Moosbüschel – oder auch mal in Eichhörnchenkolben, in Vogelnistkästen oder in Gebäuden.

Mit Schmuckfransen: Die Frühlings-Pelzbiene
Auf den ersten Blick sehen sie aus wie Hummeln, doch sie sind deutlich agiler und schneller unterwegs: Die Frühlings-Pelzbienen. Die Männchen lassen sich bereits im zeitigen Frühjahr beobachten, wie sie um Nahrungspflanzen patrouillieren und dort auf paarungsbereite Weibchen warten. Besonders auffällig bei den Männchen sind die Fransen an den Mittelbeinen. Ihre Nester legen Frühlings-Pelzbienen bevorzugt in Lehmwänden oder in den Fugen alter Ziegelmauern an – oft auch an schattigen, kühleren Orten, gelegentlich sogar im Inneren offener Gebäude.

Genügsam: Die Zweifarbige Sandbiene
Ab März können wir auch die erste Generation der Zweifarbige Sandbiene in unseren Gärten beobachten. Dabei treffen wir auf eine Wildbienenart, die nur wenig Ansprüche zeigt: An das Bodensubstrat, beispielsweise, in dem sie nistet, oder ihre Nahrungspflanzen. Rund 17 Pflanzenfamilien dienen ihr als Pollen- und Nektarspender. Wenn die Zweifarbige Sandbiene ihre Nester im Boden gräbt, können die Gänge bis zu einem Meter tief in die Erde reichen. Die zweite Generation fliegt ab Mai bis Anfang August.

Mit diesen Pflanzen bieten Sie den Bienen im Frühling ein vielfältiges Buffet:








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Text und Bilder: Sarah Grossenbacher