Drei kleine Heldinnen – Wer wird Biene des Jahres 2026?

Ob riesengross, klitzeklein, Teamplayerin oder Einzelkämpferin, Spezialistin oder «Allesesserin» – Bienen sind unverzichtbare Bestäuberinnen und übernehmen wichtige Aufgaben in der Natur und in der Landwirtschaft. Mit der Wahl zur «Biene des Jahres» möchten wir auch dieses Jahr wieder drei faszinierende Wildbienen vorstellen und auf ihre Bedürfnisse aufmerksam machen, damit sie hoffentlich noch lange ein zu Hause finden.

Machen Sie mit und helfen Sie uns, diesen unersetzlichen Bestäuberinnen eine Stimme zu geben! Sie können bis am 20. März 2026 abstimmen und mit etwas Glück tolle Preise gewinnen.

Blauschwarze Holzbiene
(Foto: Sarah Grossenbacher)
Gelbbindige Furchenbiene
(Foto: Albert Krebs, ETH Bildarchiv)
Glockenblumen-Scherenbiene
(Foto: Albert Krebs, ETH Bildarchiv)

Welche Biene konnte ihr Herz gewinnen? Die Blauschwarze Holzbiene 💙, Die Glockenblumen-Scherenbiene 💜 oder die Gelbbindige Furchenbiene 💛? Noch unschlüssig? Dann lernen Sie hier die Kandidatinnen besser kennen!

Biene des Jahres 2026 – Jetzt abstimmen!

Wen möchten Sie zur Biene des Jahres 2026 wählen?
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Wie sind sie auf die Abstimmung aufmerksam geworden?(erforderlich)

Die Blauschwarze Holzbiene – eine sanfte Riesin

Die Blauschwarze Holzbiene ist eine der grössten Wildbienen Europas: Sie kann bis zu 3 cm gross sein, ist dunkel bis auf ihre wunderschönen, blau-violett glänzenden Flügel. Sie ist eine geschickte Holzarchitektin und nistet in sonnigem Totholz – das können Holzbälken an der Pergola, alte Baumstämme, Holzpfähle oder dicke Äste sein. Sie mag es, wenn man ihr Totholz im Garten oder auf Streuobstwiesen an einem sonnigen Plätzchen stehen lässt. Pollen sammelt sie gerne an Wicken und Platterbsen, aber auch an anderen Blütenpflanzen.

Ein Weibchen sammelt Pollen an einer Duftwicke. (Foto: Sarah Grossenbacher)
Ein Männchen beisst seitlich ein Loch in die Blüte, um einfacher an den Nektar zu kommen. (Foto: Rudolf Büchi, ETH Bildarchiv)

Die Gelbbindige Furchenbiene – eine gesellige Bodennisterin

Die Gelbbindige Furchenbiene erkennt man an ihren vielen gelben und hellen Streifen. Sie ist eine der wenigen Wildbienen, die im Frühling in Gemeinschaften lebt und sich anfallende Arbeiten aufteilt. Ihr Nest gräbt sie wie ein Grossteil der Wildbienen im Boden. Besonders wichtig für sie sind sonnige, wenig bewachsene Bodenstellen, wo sie sich eingraben kann. Am liebsten mag sie sandige Bodenstellen oder Lösslehm. Sie profitiert von extensiv genutzten Flächen und einem langanhaltenden, vielfältigen Blütenangebot, denn sie ist zum Teil bis im Herbst unterwegs.

Weibchen auf einer Skabiose. Man sieht gut die hellen Binden auf ihrem Hinterleib. (Foto: Albert Krebs, ETH Bildarchiv)
Männchen haben deutlich längere Fühler und einen länglicheren Hinterleib. (Foto: Rudolf Büchi, ETH Bildarchiv)

Die Glockenblumen-Scherenbiene – Glockenblumen sind ihr Ein und Alles

Die Glockenblumen-Scherenbiene ist eine echte Glockenblumen-Spezialistin – ohne Glockenblumen könnte sie und ihr Nachwuchs nicht überleben. Sie sammelt Pollen und Nektar ausschliesslich an Glockenblumen, manchmal schläft sie auch in den Blüten oder nutzt sie bei plötzlichem Regen als Regenschirm. Einheimische Glockenblumen wie z.B. die Rundblättrige Glockenblume, die Rapunzel-Glockenblume, die Knäuel-Glockenblume oder die Wald-Glockenblume auf Wiesen, Waldrändern, im Garten oder auf dem Balkon sind für sie überlebenswichtig.

Weibchen an ihrem Lieblingsort, einer Glockenblume…
…ein Männchen wartet geduldig auf eine Partnerin. Männchen sind rötlich behaart. (Fotos: Albert Krebs, ETH Bildarchiv)